Boosting

Stärkung von Entscheidungskompetenzen

Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl an deutschsprachigen Unterlagen zum Thema Boosting.


Boosting: Stärkung von Entscheidungskompetenzen
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Deutsche, frei verfügbare Texte zu Boosting

Deutscher Beitrag zu “Boosting” in der Zeitschrift “Report Psychologie”

Herzog, S. M., & Hertwig, R. (2022). Kompetenzen mit “Boosts” stärken: Verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse jenseits jenseits von “Nudging” [Strengthening competencies with boosts: Behavioral insights beyond nudging]. Report Psychologie, 4, 18–21. (freier Zugang)

Deutsches, frei verfügbares Buchkapitel über “Boosting”

Herzog, S. M., & Hertwig, R. (2019). Kompetenzen mit ‘Boosts’" stärken [Strengthening competencies with boosts]. In C. Bala, M. Buddensiek, P. Maier, & W. Schuldzinski (Eds.), Verbraucherbildung: Ein weiter Weg zum mündigen Verbraucher [Consumer education: A long way to the mature consumer] (pp. 19-40). Verbraucherzentrale. https://doi.org/10.15501/978-3-86336-924-8_2 (freier Zugang)

Videos zu Boosting

“Nudging = Manipulation? | Mit psychologischen Tricks zu gewünschtem Verhalten”

Nudging = Manipulation? “Nudging” bezeichnet den Versuch, das Verhalten von Menschen ohne explizite Regeln oder Verbote in eine bestimmte Richtung zu lenken, indem man eine vermeintlich bessere Alternative attraktiver macht. Ralph Hertwig kritisiert den Nudging-Ansatz und befürwortet “Boosting”-Interventionen, um die Entscheidungskompetenz der Menschen zu verbessern.

Video: “Wege aus der digitalen Manipulation | Mit Boosts und Nudges zu mehr Transparenz im Netz”

Wie kann die Online-Welt besser und transparenter gestaltet werden? Aus der Verhaltenswissenschaft kommen neue Ansätze, um der Desinformation und Fehlinformation im Netz entgegenzuwirken. Ein Vortrag von Prof. Dr. Ralph Hertwig, mit anschließender Moderation durch Dr. Benjamin Seibel.

Interview mit Ralph Hertwig: “Damit kehrt man der Aufklärung den Rücken”

Ralph Hertwig, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, kritisiert den Versuch, Bürger mit psychologischen Tricks zu gewünschtem Verhalten zu bewegen.

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Interview mit Stefan Herzog: Boosting in der Altersvorsorge

Stefan Herzog, Leiter des Forschungsbereichs Boosting Decision Making am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, spricht über Boosting in der Altersvorsorge (pp. 62-65).

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Wer wir sind und was wir machen

Forschungsgruppe Stärkung von Entscheidungskompetenzen am Forschungsbereich Adaptive Rationalität am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin

Wie können Patient*innen, Ärzt*innen, Bürger*innen und politische Entscheidungsträger*innen in die Lage versetzt werden, gute Entscheidungen zu treffen?

Einige der dringendsten Herausforderungen moderner Gesellschaften sind: extreme Wetterbedingungen aufgrund des Klimawandels; der rasante Anstieg stark übergewichtiger Menschen; einseitige und damit verzerrte Entscheidungen, die sowohl vom Menschen als auch von künstlicher Intelligenz in kritischen Bereichen wie der Medizin getroffen werden. Mithilfe von Erkenntnissen aus den Verhaltenswissenschaften und der Informatik untersuchen und fördern wir den Einsatz von “Boosts” zur Verbesserung der Entscheidungsfindung und helfen so, diese großen Probleme unserer Zeit anzugehen.

Mithilfe von “Boosts” sollen Menschen in ihrer Entscheidungskompetenz gestärkt werden, damit sie sich bei Entscheidungen auf ihre eigene Handlungsfähigkeit verlassen können. Einige Boost-Interventionen erfordern wenig Zeit und Anstrengung seitens des Einzelnen, andere erfordern ein mehr an Motivation, Anstrengung und Übung.

Wir untersuchen u. a. wie Wettervorhersagen mit statistischen Angaben an den Bevölkerungsschutz und an die Öffentlichkeit kommuniziert werden können; wie man Essensumgebungen so gestalten kann, dass gesunde Essgewohnheiten bei Kindern gefördert werden; wie die sogenannte “Weisheit der Vielen” genutzt werden kann, um medizinische Diagnosen und individuelle Urteile zu verbessern; wie Menschen dazu befähigt werden können, Manipulation durch künstliche Intelligenz zu erkennen und sich selbst in sozialen Medien zu schützen.